Erneut kam es in jüngster Zeit zu Straftaten von Jugendlichen an Gleichaltrigen. Von Nötigung, Raub und sogar Körperverletzung war in den Medien zu lesen. Bereits im Frühjahr hatte eine Welle diesbezüglicher Delikte für Unsicherheit besonders bei jungen Hallenserinnen und Hallensern sowie deren Eltern gesorgt. Die Fraktion Hauptsache Halle & FREIE WÄHLER forderte deshalb ein Sicherheitskonzept und brachte einen entsprechenden Antrag in den Stadtrat ein. Die Mehrheit des halleschen Kommunalparlaments hat im Juni bekanntlich anders entschieden.

„Mit Blick auf die Jugendkriminalität in unserer Stadt kann ich leider keine positive Entwicklung erkennen. Bei den Kindern und Jugendlichen geht weiterhin und vermehrt die Angst um, Opfer von Gewaltstraftaten zu werden. Die jüngsten Fälle sind dafür eine traurige Bestätigung“, stellt Andreas Wels, Vorsitzender der Fraktion Hauptsache Halle & FREIE WÄHLER, fest. Auch wenn die Vorlage für ein tragfähiges und ganzheitliches Konzept, welches ein Mehr an Sicherheit bringen sollte, nicht erfolgreich war, sei es jedoch angesichts der aktuellen Ereignisse umso erforderlicher, dass Verwaltung, Polizeibehörde und weitere Verantwortliche nunmehr tätig werden, um die Lage in den Griff zu bekommen. Konkrete Vorschläge, die schnelle und nachhaltige Erfolge bei der Eindämmung des kriminellen Geschehens versprechen, müssten alsbald auf den Tisch.

„Eine Zunahme der Gewalt auf Halles Straßen und Plätzen ist nicht hinnehmbar. Es wird deutlich, dass ein Präventionskonzept allein keine Lösungen für das Problem bringen wird, zumal der avisierte Präventionsrat noch nicht existiert. Ich sehe unsere Stadt im Wettbewerb mit anderen Kommunen gern auf einem der ersten Plätze im Ranking. In der deutschlandweiten Kriminalitätsstatistik allerdings wünsche ich mir dies nicht“, so Andreas Wels abschließend.

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