Seit Jahren wird über finanzielle Kürzungen und Stellenstreichungen an der Martin-Luther-Universität diskutiert. Jetzt stehen Vorschläge im Raum, die besagen, dass künftig 28 Professorenposten wegfallen sollen. Das könnte einen Verlust von bis zu 3.000 Studierenden bedeuten und hätte für die Stadt Halle fatale Folgen. Die Fraktion Hauptsache Halle & FREIE WÄHLER spricht sich deshalb gegen die Pläne aus.

„Wenn der debattierte Einsparentwurf vollumfänglich in die Tat umgesetzt wird, sehe ich nicht nur einen Imageverlust für die altehrwürdige Bildungseinrichtung, sondern darüber hinaus einen erheblichen Schaden für das Ansehen der Universitätsstadt Halle“, meint Andreas Wels, Vorsitzender der Fraktion Hauptsache Halle & FREIE WÄHLER. Das deutschlandweite Kaputtsparen müsse endlich beendet werden. Schon jetzt habe das einstige Land der Dichter und Denker im internationalen Vergleich durch solche Maßnahmen erheblich an Bedeutung verloren.

„Wir werden deshalb jede Initiative unterstützen, die darauf abzielt, den Unistandort zu stärken, statt ihn noch weiter zu schwächen. Die Bildungslandschaft darf nicht weiter ausgedünnt werden. Hier wird an der falschen Stelle gespart. Bundes- und Landespolitik sind vielmehr aufgerufen, konkrete Vorschläge zur Stärkung von Forschung und Lehre vorzulegen“, fordert Andreas Wels und fügt abschließend hinzu: „Heute haben die meisten Nobelpreisträger ihre Heimat im anglo-amerikanischen Raum, weil sie dort bessere Bedingungen vorfinden. Noch vor 100 Jahren war Deutschland diesbezüglich federführend. Die Gründe für jene verhängnisvolle Entwicklung sind auch im selbst auferlegten Sparzwang zu suchen.“

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