In einem Antrag hatte die Fraktion Hauptsache Halle & FREIE WÄHLER den Bürgermeister als Vertreter des Hauptverwaltungsbeamten beauftragen wollen, täglich in einer Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Lage in der Stadt Halle Bericht zu erstatten. Leider hat sich der Stadtrat in seiner gestrigen Sitzung für nicht zuständig erklärt.

„Ich halte es für äußerst bedenklich, dass eine Mehrheit unserer halleschen Kommunalpolitiker glaubt, über diese wichtige Angelegenheit nicht einmal debattieren zu müssen. Mit der für mich nicht nachvollziehbaren Entscheidung werden berechtigte Fragen und Ängste der Bevölkerung ignoriert, was zu noch mehr Verunsicherung führen kann“, stellt Andreas Wels, Vorsitzender der Fraktion Hauptsache Halle & FREIE WÄHLER, in einem Statement fest. Eine konstruktive Öffentlichkeitsarbeit wäre geeignet, Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Diese Chance sei nun vorerst vertan.

„Unsere Stadt war hinsichtlich der Berichterstattung zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie lange Zeit Vorreiter in Deutschland. Bei der derzeitigen Situation müssen wieder regelmäßig Informationen zu den getroffenen Maßnahmen und zu ihrer Wirksamkeit erfolgen. Deshalb werden wir unseren ursprünglichen Antrag in eine Anregung umwandeln. Unsere Fraktion verknüpft damit die Hoffnung, dass dies aufgegriffen und somit transparent agiert wird“, ergänzt Fraktionsmitglied Johannes Menke. Hinsichtlich der beschlossenen erneuten Kontaktbeschränkungen und der anstehenden Feiertage hätte man sich seitens der Entscheidungsträger gewünscht, die nachvollziehbaren Sorgen nicht einfach vom Tisch zu wischen, sondern offensiv zu handeln.

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