Die Energiekrise führt zu galoppierenden Preisen für Strom und Wärme. Eine Steigerung von bis zu 400 Prozent wird bereits prognostiziert. Das trifft nicht nur die privaten Haushalte, sondern in besonderem Maße auch die halleschen Sportvereine, die auf die Nutzung von Turn- bzw. Schwimmhallen angewiesen sind. Die Verwaltung hat nunmehr in einem Brief die Vereine aufgefordert, Sparsamkeit walten zu lassen. Ungeachtet dessen sind weitere Schritte seitens des zuständigen Fachbereichs dringend notwendig, damit der hallesche Sport konkrete Unterstützung erfährt.

„Ich erwarte vom Fachbereich Sport ein klares Signal an unsere Sportvereine, die ohne Hilfe in große Schwierigkeiten geraten werden, da sie die avisierten Kostensteigerungen allein nicht realisieren können. Die Verantwortlichen sind aufgefordert, alle Betroffenen an einen Tisch zu holen, um gemeinsam nach Wegen aus der Krise zu suchen. Wir dürfen den halleschen Sport in dieser existenzbedrohenden Situation nicht im Regen stehen lassen. Das würde unsere Sportlandschaft nachhaltig erschüttern“, warnt Andreas Wels, Vorsitzender der Fraktion Hauptsache Halle & FREIE WÄHLER sowie Mitglied des Sportausschusses.

„Es ist mir selbstverständlich bewusst, dass unsere Kommune den zusätzlichen Kostenaufwuchs aufgrund ihrer kritischen Finanzlage und der damit einhergehenden Haushaltssperre aus eigener Kraft nicht stemmen kann. Dennoch müssen Lösungen her. Die Stadtspitze ist jetzt gefordert, sich bei der Landesregierung für unsere Vereine stark zu machen. Sportvereine erfüllen immens wichtige Aufgaben, z.B. hinsichtlich Integration und Inklusion. Ihre Schwächung hätte somit fatale Auswirkungen auf die hallesche Stadtgesellschaft“, so Andreas Wels.

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