London, Valencia und München haben bereits diese Sitzgelegenheit in bunten Farben, die nicht nur zum Verweilen einlädt. Sie ist vielmehr eine gesellschaftspolitische Aussage und ein sichtbares Zeichen für Toleranz und Menschlichkeit. Jetzt hat auch die Stadt Halle ihre erste Regenbogenbank. Am Mittwoch wurde sie auf dem Gelände des Diakoniewerks im Beisein des Vorstands des Diakoniewerks Halle und der beiden Stadträte Andreas Wels und Johannes Menke aufgestellt.

„Aufgrund eines Vorschlags unserer Fraktion, der im Frühjahr im Stadtrat eine Mehrheit fand, hatte das Diakoniewerk Interesse bekundet und signalisiert, einen Ort zur Aufstellung der Regenbogenbank bereitstellen zu wollen. Jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht. Ich begrüße es ausdrücklich, dass ein bekannter sozialer Dienstleister unserer Stadt dabei vorangeht“, meint Andreas Wels, Mit-Initiator der Aktion und Vorsitzender der Fraktion Hauptsache Halle & FREIE WÄHLER. Man wünsche sich in diesem Kontext weiteres Engagement vor allem aus der halleschen Bürgerschaft.

„Eine breite Stadtratsmehrheit hat Ende April unserer Vorlage zugestimmt und sich damit ganz bewusst nicht nur für Regenbogenbänke im Stadtgebiet entschieden. Die Gremiumsmitglieder, die für den Antrag votierten, haben vielmehr mit ihrer Entscheidung deutlich gemacht, dass unser Halle weltoffen und vielfältig ist“, ergänzt Stadtrat Johannes Menke, der neben Wels die Initiative aus der Taufe gehoben hat. Er hoffe gleichwohl, dass die Verwaltung den Stadtratsbeschluss vollumfänglich umsetzt, indem sie Sponsoren sucht und findet, damit weitere Bänke aufgestellt werden können.

Die Regenbogenbank im Diakoniewerk ist 1,95 Meter lang. Die Sitz- und Rückenflächen bestehen aus massivem Hartholz, das aus verantwortungsvoller und nachhaltiger Waldwirtschaft stammt. Die Holzlatten sind druckimprägniert und oberflächenversiegelt und damit wetterfest.

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