Die Schwimmhalle Neustadt ist die einzige Trainingsstätte des Bundesstützpunktes im Wasserspringen. Neben den sportlichen Leistungen für den Erhalt des Bundesstützpunktes ist auch die materialtechnische Voraussetzung entscheidend. Durch den, nach 21 Jahren abgenutzte Spungturmbelag, ist allerdings nicht nur der Erhalt des Bundesstützpunktes gefährdet, sondern auch die Sicherheit der dort trainierenden Sportler durch die erhöhte Abrutschgefahr. Der Spungturmbelag weist erhebliche Mängel auf und entspricht nicht mehr den Vorgaben nach dem Deutschen Schwimmverband (DSV) / Ligue Européenne de Natation (LEN) und der Fédération Internationale de Natation (FINA).

Auch der Bäder Halle GmbH ist dieser Mangel bereits bekannt. Allerdings besteht in der GmbH keine finanzielle Untersetzung, um die Sanierung durchzuführen. Damit ist die zukünftige Sicherung von nationalen und internationalen Wettkämpfen gefährdet. Dieser Mangel muss schnellstens behoben werden, damit der Bundesstützpunkt auch nach 2020 zu den, von dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), berufenen Bundesstützpunkten gehört.

„Der Leistungssport, egal in welcher Sportart beheimatet, muss in unserer Sportstadt Halle (Saale) erhalten bleiben. Leistungssport als Speerspitze des Sports insgesamt hat eine bedeutende Strahlkraft auf den Breiten- und Freizeitsport.“ erklärt Andreas Wels, Fraktionsvorsitzender.

Deshalb werden wir uns in den kommenden Stadtratssitzungen und in der anstehenden Haushaltsdebatte für eine Erneuerung des Sprungturmbelages in der Neustädter Sprunghalle einsetzen.

„Die derzeitigen Abnutzungserscheinungen müssen behoben werden, um den Vorgaben für nationale und internationale Wettkämpfe zu entsprechen. Bei der zukünftigen Stützpunktberufung nach den Olympischen Spielen in Tokio, durch den DOSB, könnte somit ein Standortnachteil entstehen, der zu einem Statusverlust führen könnte. Hier muss im Sinne des Leistungssports gehandelt werden“, sagt Wels.

Wir werden uns mit der Stadtverwaltung auseinander setzten wie es ermöglicht werden kann, im Haushalt 2020 die dafür notwendig kalkulierten Mittel einzustellen. Mit einem beschlossenen Haushalt könnten dann die Planung und Ausschreibung für die Sanierungsarbeiten, bereits im nächsten Jahr, beginnen.

Erschienen im AMTSBLATT der Stadt Halle (Saale), 20. November 2019

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