Seit Wochen tobt ein völkerrechtswidriger Krieg gegen die Ukraine. Millionen Menschen mussten aus ihrer Heimat flüchten, weil die russische Armee Städte bombardiert. Weltweit werden seitdem Partnerschaften zu Städten in der Russischen Föderation auf den Prüfstand gestellt. Auch in Deutschland haben bereits mehrere Kommunen ihre partnerschaftlichen Beziehungen eingefroren, u.a. auch Halles Partnerstadt Karlsruhe.

„Wir haben uns stets für Städtepartnerschaften eingesetzt und erkennen gleichwohl das friedensstiftende Bestreben dieser Institution. In der aktuellen Situation ist das Aufrechterhalten der freundschaftlichen Kontakte zu unserer in der Russischen Föderation befindlichen Partnerstadt Ufa nicht mehr zu rechtfertigen. Deshalb erhofft sich unsere Fraktion von Bürgermeister Geier, diesbezüglich ein eindeutiges Zeichen zu setzen. Das wäre auch ein Signal der Solidarität an die Menschen in der Ukraine“, stellt Andreas Wels, Vorsitzender der Fraktion Hauptsache Halle & FREIE WÄHLER, fest.

„Unsere Stadt, die auch Dank der vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer den ukrainischen Kriegsflüchtlingen Unterstützung gewährt, muss jetzt im Rahmen ihrer Möglichkeiten tätig werden. Ein öffentliches Bekenntnis, die Freundschaft zu Ufa ruhen zu lassen, ist somit aus unserer Sicht unumgänglich“, so Wels weiter. Man denke in diesem Zusammenhang auch darüber nach, mittels eines Dringlichkeitsantrages im kommenden Stadtrat diesem Ansinnen Nachdruck zu verleihen. Es gehe nicht darum, die Tür endgültig zuzuschlagen. Die Freundschaft zur baschkirischen Hauptstadt Ufa könne vielmehr wieder mit Leben gefüllt werden, wenn Frieden herrsche.

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