Beschlussvorschlag:

Die Stadtverwaltung wird beauftragt, für die Sportstadt Halle eine Bewerbung als Etappenort der Deutschlandtour 2024 einzureichen.

Sollte eine Bewerbung für das Jahr 2024 aus Sicht der Tour-Organisatoren nicht erfolgversprechend sein, bewirbt sich die Stadt Halle für die Folgejahre erneut.

Die Verwaltung eruiert finanzielle Fördermöglichkeiten und prüft auf mögliche Beteiligungen des Landes Sachsen-Anhalt sowie des Bundes.

Anschließend erarbeitet die Verwaltung einen Finanzierungsplan und informiert den Stadtrat im Januar 2023 über den Sachstand.

Begründung:

Die Deutschlandtour ist das bedeutendste deutsche Etappenrennen im Straßenradsport. In unregelmäßigen Abständen fand sie seit 1911 statt. 2018 wurde die Deutschlandtour wiedereingeführt – zunächst auf vier Etappen begrenzt. 2020 erfolgte die Aufnahme in die UCI-ProSeries, eine vom Weltradsportverband veranstaltete Serie wichtiger Eintages- und Etappenrennen. 2022 kam es zur Erweiterung der Rundfahrt auf fünf Tage. Zahlreiche bekannte nationale und internationale Pedaleure haben bisher an der Tour teilgenommen und damit die Anziehungskraft der Sportveranstaltung unterstrichen.

Die Geschichte der Sportstadt Halle hat gezeigt, dass die Saalemetropole radsportbegeistert ist. Davon zeugen nicht zuletzt die regelmäßigen Etappenankünfte der Internationalen Friedensfahrt seit den 1950er Jahren. Mit großer Leidenschaft und geradezu Enthusiasmus wurden die Radsportler aus aller Welt in Halle bzw. etwas später auch in Halle-Neustadt in Empfang genommen.

Als Etappenort der Deutschlandtour, die medial von der ARD begleitet wird, richtet sich der Fokus landesweit auf unsere Kommune, was ihren Bekanntheitsgrad weiter erhöht. Da mehr als 100 Radsportprofis an den Start gehen und dies viele Zuschauer aus der Region und darüber hinaus deutschlandweit anlockt, hätte das sportliche Ereignis zudem positive Auswirkungen für das hallesche Hotel- und Gaststättengewerbe.

Symbolhaft könnte die Wirkung einer Bewerbung auch im Hinblick auf die Entwicklung Halles zu einer fahrradfreundlichen Stadt sein.

Stellungnahme der Verwaltung

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